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Sehenswürdigkeiten

Schloss Langenstein

Etwa 10 km von der Autobahnausfahrt Engen (A81) entfernt, liegt an der B31, die an den Bodensee führt, Schloß Langenstein. Das Hauptgebäude der in ihrem heutigen Bestand im wesentlichen zwischen 1570 und 1605 ausgeführten, weitverzweigten Schloßanlage ist um einen viereckigen, mit großen ungehauenen Steinen gemauerten Turm herumgebaut. Die beiden unteren Geschosse dieses auf langgestrecktem Kalkfelsen, dem »langen Stein« aufruhenden Bergfriedes wurden jedoch schon um 1100 errichtet.

Von der Abtei Reichenau erbaut, war die Burg Langenstein im 12. und 13. Jahrhundert Sitz eines reichenauischen Dienstmannengeschlechts, das sich nach ihr »von Langenstein« nannte.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts scheint das Geschlecht der Ritter von Langenstein aus gestorben zu sein. In Langenstein finden wir bereits 1292 die Grafen von Nellenburg. Von 1292 bis zum Jahre 1568 lösten sich in rascher Folge über ein Dutzend Adelsfamilien im Besitz von Schloß Langenstein ab. Am 29. September 1568 verkaufte Hans Wilhelm von Knöringen seinem Schwager Hans Werner von Schloß Raitenau, Kaiserlicher Rat und Oberst eines Regiments zu Fuß, das Schloß Langenstein.

1671 fiel Langenstein im Erbgang an den Freiherrn und späteren Grafen Guidobald von Welsperg, Sproß einer Adelsfamilie aus Südtirol. 1826 übernahm Großherzog Ludwig von Baden das Schloß. Nach dem Tod des Großherzogs 1830 erbte sein Sohn Graf Ludwig Langenstein. Durch die mit dem Grafen Karl Douglas vermählte Schwester Ludwigs von Langenstein ging der größte Teil des langensteinischen Vermögens dann 1872 auf die aus Schottland stammende und seit 1631 in Schweden ansässige gräfliche Familie Douglas über. Das Schloß Langenstein dient heute der gräflichen Familie Douglas als Hauptwohnsitz.

Weitere Informationen unter: www.schloss-langenstein.com

Pfarrkirche St. Peter und Paul Orsingen

Die alte Kirche, die von 1575-1781 erbaut wurde, wurde durch eine neue Kirche im Jahre 1909-1911 ersetzt.

Lediglich der Turm, die Chorwand am Turm sowie die Sakristei wurden nicht abgebrochen.
Seitlich an die Kirche wurde die Taufkapelle angebaut, welche gleichzeitig auch zum Gedenken an die Erbauerin der ersten Orsinger Pfarrkirche erstellt wurde.
In dieser Taufkapelle, die mit dem Wappen der Schloßherrin von Langenstein geziert ist, steht das Grabmal der Helena von Raitenau, ein bedeutendes Kunstwerk von Hans Morinck.
Ihr berühmtester Sohn Wolf Dietrich, Fürstbischof von Salzburg, hat das Denkmal seiner Mutter gestiftet.

Etliche Kunstwerke, die beim Abbruch der Kirche gerettet wurden, befinden sich hier oder im Heimatmuseum in Engen.

Pfarrkirche St. Ulrich Nenzingen

Erbaut wurde die Pfarrkirche in den Jahren 1719-1722. Die Grundstruktur der Kirche ist barock.
Die Deckengemälde von Maler Kollek (Konstanz), 1906 gemalt, zeigen die Geheimnisse Jesu bei der Taufe, am Ölberg und bei der Himmelfahrt sowie die Krönung Mariens.
Im Hochaltarbild ist die Geburt Christi dargestellt, darüber St. Ulrich, der Kirchenpatron.

Eine Bereicherung hat der Altar durch die beiden Putten neben dem Tabernakel und durch die etwas abgesetzt links und rechts vom Altar auf schlanken Podesten aufgestellten kraftvollen Riesenstatuen St. Rochus und St. Wendelin erfahren.
Beide Figuren wie auch die Putten stammen von Josef Anton Feuchtmayer.

Die Seitenaltäre sind mit einer herrlichen Muttergottesstatue sowie einer Statue des hl. Johannes Nepomuk geschmückt.
Die Altäre selbst sind in ihrer originalen Farbe gehalten. Die barocke Kanzel ist mit elfenbeinfarbenen Reliefs posaunenblasender Engel geschmückt.
Ein aus dem Jahr 1721 stammendes Nothelferbild ziert die Ostwand des Seitenschiffs. An der Längswand dieses Anbaus befindet sich der Kreuzweg, dargestellt zwischen großen Betonkreuzen.
Eine 500 Jahre alte Pieta schmückt dort die Südwand.

Rechts vom Eingang befindet sich die Taufkapelle. Ehemalige Turmbalken sind zwischen Fußboden und Decke als Kreuz eingespannt. Daran hängt eine Christusfigur, wohl das kostbarste Kleinod der Kirche aus dem 13. Jahrhunder

St. Martinskapelle Nenzingen

Zwischen Nenzingen und Stockach bietet sich dem Betrachter eine weitere herausragende Sehenswürdigkeit von Orsingen-Nenzingen.

Von Bäumen umrahmt steht hier ein schlichtes kleines Heiligtum.
Das Ende des Langhausdaches krönt ein schmuckes Türmchen, achteckig mit Schallöffnungen und flotter Zwiebelhaube.

Eine kleine Glocke, wohl aus der Erbauerzeit stammend, stellt eine Kostbarkeit dar.
Dieses Glöckchen ist ein besonderes, bis heute fast unbekanntes Kleinod.
In Majuskeln trägt es die Inschrift »MCCXVI in aller heiligen Ehre, lütt also sere«.
Die Glocke stammt also aus dem Jahr 1216 und ist damit eine der ältesten bekannten Glocken Deutschlands.
Nach dem Glockenatlas befindet sich die älteste Glocke in Randegg und stammt aus dem Jahre 1209.

Oberhofenkapelle Orsingen

Zwischen Orsingen und Wahlwies steht die St. Nikolauskapelle inmitten fruchtbarer Äcker. Diese Kapelle wird deswegen »Oberhofenkapelle« genannt, weil sie das letzte sichtbare Zeichen der früheren Siedlung Oberhofen, die sich an diesem Ort befunden hat, darstellt.
Ein Hauch von Frieden und Ruhe schwebt um diese Kapelle, deren hölzerner Dachreiter kaum über die ihn umgebenen Obstbäume hinausblickt. Über das Alter dieser Kapelle gibt es bis jetzt keine sicheren Anhaltspunkte. Die romanische Bauform deutet auf ein hohes Alter hin.

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